Abschalten oder was?

Irgendwie ist es im Gesamtzusammenhang völlig wurscht, aber: Kernkraftwerke sind echt hässlich! Früher wurde ja darüber diskutiert, ob man Kernkraftwerke abschalten soll oder nicht. Mittlerweile geht es eigentlich nur noch ums „Wann?“ und vor allem ums: „Was kommt danach?“. So. Und da sind wir an einem wunden Punkt, gerade auch in touristisch interessanten Gebieten wie dem Allgäu. Hier gibt es viele, die sich gegen Windräder sperren. Weil Windräder angeblich die Landschaft verschandeln.

Ich bin in der Nähe eines Kernkraftwerkes aufgewachsen und kann daher sagen: 200 Windräder auf einem Haufen sind eine Wohltat für die Augen, verglichen mit dem bedrückenden, teilweise beängstigenden Bild eines Kernkraftwerkes vor der Nase! Jaja, ich weiß: Es braucht ein paar mehr Windräder, um die Energie eines Kernkraftwerkes auszugleichen, aber es geht ja zunächst mal ums Prinzip.

Wir haben damals mit der Schule einen „Ausflug“ in das Kernkraftwerk gemacht. Interessant, viele Knöpfe, viel Bling-Bling, viel Technik, die keiner verstanden hat, und: ein irgendwie unangenehmes Gefühl… Innerliches Aufatmen beim Verlassen. Klar kann man sagen: Die deutschen Kraftwerke sind sicher, in Grafenrheinfeld gibt es keine Erdbeben, internationaler Flughafen ist auch nicht in der Nähe und für das Ziel eines terroristischen Angriffes ist die Gegend zu dünn besiedelt. Aber beruhigt das wirklich?

Insofern sollte man doch lieber jetzt gleich flächendeckend wunderschöne Windräder aufstellen, die haben zum einen was sehr sauberes, friedliches an sich und haben zum anderen ebenso interessante Technik drin, sodass Schulklassen auch weiterhin ein Ausflugsziel für den Physikunterricht haben…

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.